© 2015 by Acoustic Music Store

  • YouTube Social  Icon
  • Facebook Social Icon
5. Theoretische Erläuterungen

Der Ton B = H !? - immer wieder für Verwirrung sorgt die Verwechslung von B (engl.) und B (deutsch) --- Das B (engl.) entspricht dem H (deutsch) 

Der Halbton unter dem H wird im deutschen Sprachraum nicht etwa Hb genannt, sondern B. Das macht dann die Verwirrung komplett. Also heißt die chromatische Folge dieser Töne im deutschen Sprachraum ... A B H und überall sonst auf der Welt ... A Bb B C  (von der enharmonischen Verwechslung einmal abgesehen).

labeled in "Cross-Harp" Position - dieser Vermerk ist auf TOMBO "Lee Oskar"-Natural Minor und Melody Maker Modellen zu finden. Diese Modelle werden oft in der Cross-Position gespielt und daher steht die Zieltonart/Cross-Tonart bei diesen Modellen incl. dieses Hinweises auf der Packung.

blue notes - durch das Zusammentreffen zweier Tonsysteme, nämlich der Pentatonik der afrikanischen Sklaven mit dem europäischen Tonsystem, kam es zu "Intonationsproblemen" ). Bestimmte Intervalle (besonders die Terz und die Septime) gerieten zu Heulern oder Glissandos.

chromatisch - in Halbtönen fortschreitende Tonfolge (Unterteilung der Oktave in 12 Halbtöne)

im Unterschied zu: 

diatonisch - für das Dur - Mollsystem charakteristische 7-stufige Tonfolge von 5 Ganz und 2 Halbtonschritten 

halbventiliert - nennt man das teilweise Bestücken von Mundharmonikas mit Ventilen. Meist werden dann nur die jeweils höheren Stimmzungen ventiliert um die Möglichkeit der Bendings weiterhin zu erhalten. (siehe: ventiliert) 

ventiliert - ist eine Mundharmonika ventiliert, bedeutet das, dass die Stimmzungen-Schlitze (auf der Rückseite der Vernietung der Tonzunge auf der Stimmplatte) mit einem Kunststoffstreifen abgedeckt werden. Dieses Ventil  bewirkt ein Verschließen des Schlitzes beim Anspielen der gegenüberliegenden Stimmzunge. Hierdurch wird der Luftverlust erheblich verringert, was die Bespielbarkeit von chromatischen Mundharmonikas sehr verbessert. Es gibt aber auch andere Modelle, die ventiliert oder halbventiliert sind (Low- und Superlow-Stimmungen, SUZUKI MR-350, SEYDEL Concerto Oktav, HOHNER Slide-Harp, Chromatic Koch)

 
5.1. Welche Harp für welche Tonart - Die "Positionen"

Hier eine Übersicht über die wichtigsten "Positionen" der Harp. Prinzipiell kann man jeden Ton einer Harp als Grundton nehmen. Die, wie schon erwähnt, wichtigste und gebräuchlichste ist die 2. Position - (cross oder crossed genannt) Dies muss beim Kauf der Harp unbedingt berücksichtigt werden. Will man z.B. den Blues in E spielen, braucht man eine Harp in A !

Straigt ist die eher traditionelle Spielweise. Mit den anderen Positionen sollte man ruhig etwas experimentieren. Eine Herausforderung ist zum Beispiel, wenn man sich einfach irgendeine CD auflegt, oder das Radio einschaltet und dann versucht, mit einer Harp, die man gerade zur Hand hat dazu zu improvisieren. Dabei ist es aber wichtig, dass man sich nicht die "passende" Harp dazu sucht, sondern auf eben dieser Harp die passenden Töne. (Dies ist allerdings eher den fortgeschrittenen Spielern zu empfehlen, die schon sicher Bendings bzw. gebendete Töne korrekt anspielen können

 
5.2. Tonübersicht diatonischer Blues Mundharmonikas (in allen 12 Tonarten)

Ergänzungen folgen!